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Klassische Musik und Oper von Classissima

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Donnerstag 25. Mai 2017


ouverture

22. Mai

Mayr: Telemaco (Naxos)

ouvertureFast 70 Opern schrieb Johann Simon Mayr (1763 bis 1845). Eine seiner frühen Opern galt der Figur des Telemaco. Telemach, wie er hierzulande genannt wird, ist in Homers Odysee nur eine Nebenfigur. Allerdings hat François Fénelon, Erzbischof von Cambray, für seinen Schüler, den siebenjährigen Louis, Dauphin von Frankreich und Herzog von Burgund, Les aventures de Télémaque zu Papier gebracht – einen Roman, in dessen Mittelpunkt er den Sohn des Odysseus stellte.  Dieses Buch, 1699 veröffentlicht, brachte seinem Autor eine Menge Ärger ein, denn es wurde bei Hofe als Kritik am Absolutismus gelesen. Zugleich wurde es europaweit ein Best- seller, und inspirierte sowohl bildende Künstler als auch Opernlibrettisten. Eines dieser Textbücher, das erzählt, dass Telemach wie einst sein Vater Odysseus auf der Insel der Nymphe Calypso strandet, vertonte Simon Mayr. Seine Oper erklang in Venedig 1797 zum Karneval fast einen Monat lang beinahe täglich, was deutlich macht, dass sie ein großer Erfolg war.  Die Kombination aus einer guten Story – immerhin lebte Odysseus sieben Jahre bei Calypso; die Nymphe musste ihn schließlich ziehen lassen, weil es die Götter befahlen – und erstklassiger Musik, die italienische Traditionen und Wiener Klassik in sich vereint, macht diese Oper auch heute noch interessant. Es ist Mayr-Spezialist Franz Hauk sehr zu danken, dass man Telemaco nell’isola di Calipso nunmehr auf CD anhören kann.  Die Weltersteinspielung ist nun in seiner fortlaufend erweiterten Edition der Opern des bayerisch-italienischen Komponisten erschienen. Die Sänger und Musiker hat Franz Hauk bei der Aufnahme vom Cembalo aus dirigiert. Ein exzellentes Solistenensemble, der versierte Simon Mayr Chor, verstärkt durch Mitglieder des Chores der Bayerischen Staatsoper, und das Ensemble Concerto de Bassus unter seiner Konzertmeisterin Theona Gubba-Chkeidze machen diese Oper, in der der junge Held durch seinen Mentor auf den rechten Weg geführt wird, zu einem Hörvergnügen. 

nmz - KIZ-Nachrichten

21. Mai

VdM fordert qualitätssichernde Rahmenbedingungen für öffentliche Musikschulen

Stuttgart -Mit einer bejubelten Aufführung des Musikkrimis „Die drei ???® Kids: MusikDiebe“ ist heute der Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) in Stuttgart zu Ende gegangen. 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang im Kultur- & Kongresszentrum Liederhalle das breit gefächerte Kongressprogramm unter dem Motto „Mensch.Netz.Musik – Musikschule mittendrin!“ mit über 60 Fortbildungsveranstaltungen, Diskussionsforen und Plenumsvorträgen zu aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen. Musikschulkongress des Verbandes deutscher Musikschulen ist heute zu Ende gegangen / VdM verabschiedet Stuttgarter Appell Weiterlesen






ouverture

16. Mai

Ivan Moravec - Twelfth night recital (Supraphon)

„Dieser junge Mann braucht meine Stunden nicht, er muss nur spielen“, soll Arturo Benedetti Michelangeli einst gesagt haben, nachdem er den jungen Ivan Moravec zu einem Meisterkurs eingeladen hatte. Wer den Prager Pianisten schätzt, oder ihn überhaupt noch nicht gehört hat, dem sei an dieser Stelle eine außer- gewöhnliche Aufnahme empfohlen. Es ist der Mitschnitt eines Konzertes, das Moravec 1987 im Prager Rudolfinum gegeben hatte.  28 Jahre lang lagen die Bänder unge- nutzt im Archiv von Supraphon. Irgendwann wunderte sich ein Mitarbeiter des Labels darüber, erfährt man aus dem Beiheft. Er prüfte die Aufnahme, und fand sie technisch einwand- frei, und künstlerisch rundum überzeugend. Glücklicherweise ist es ihm mit beharrlichem Einsatz gelungen, Professor Moravec dazu zu bewegen, die Erlaubnis zur Veröffentlichung des Mitschnittes zu erteilen.  Wenige Tage, nachdem der Pianist zugestimmt hatte, ist er dann gestorben. So erschien die Aufnahme, die eigentlich als Geschenk zu seinem 85. Geburtstag vorgesehen war, letztendlich als musikalischer Nachruf auf einen Musiker, dem es um Wahrhaftigkeit ging, und nicht darum, ein Star zu sein.  Ivan Moravec war überaus selbstkritisch und sehr zurückhaltend bei der Freigabe von Aufnahmen und Konzertmitschnitten. Entsprechend schmal ist seine Diskographie. Das macht diese Doppel-CD umso wertvoller, zumal der Pianist selbst anmerkte, er habe manche der Werke nie besser aufgenommen, als sie an diesem 6. Januar 1987 zu hören waren – in einem ganz normalen Abonnementkonzert.  Auf dem Programm standen Musikstücke, die Konventionen in Frage stellten, unter anderem die Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 von Johann Sebastian Bach, eine Klaviersonate von Wolfgang Amadeus Mozart, die Mondscheinsonate op. 27 von Ludwig van Beethoven – mit dem Untertitel „quasi una fantasia“, nicht nur formal seinerzeit ein kühnes Experiment – sowie Werke von Frédéric Chopin. Als Zugabe spielte Moravec zudem noch Clair de lune aus der Suite bergamasque von Claude Debussy.  Das Klavierspiel von Ivan Moravec ist ein Ereignis; er musiziert gänzlich uneitel, auf der Suche nach dem Kern eines jeden Werkes, und nach dem angemessenen Ausdruck, dabei überhaupt nicht interessiert an vorder- gründiger Virtuosität und Brillanz. Seine exzellente Technik war für den Pianisten ein Werkzeug, Mittel zum Zweck, und nichts, was er stolz der Welt präsentieren wollte. Was er mit dieser Haltung und mit beharrlicher Arbeit am Detail erreichte, das ist atemberaubend. In seiner Interpretation wird jede Passage zu purer Poesie; jede Tonleiter wirkt beseelt, und noch die banalste Wendung hat plötzlich ein Ziel. Ganz große Klavierkunst. 

Klassische Musik und Oper von Classissima



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